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Zwei Personen halten Schokoriegel in den Händen
Genuss mit Vorsicht: Trotz zugesetzter Nährstoffe bleiben funktionelle Süßigkeiten kalorienreich und unausgewogen.
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Gummibär mit Calcium, Riegel mit Koffein: Bringt das was?

Sogenannte «Funktionelle Süßigkeiten» boomen – doch helfen sie der Gesundheit wirklich? Was eine Ernährungswissenschaftlerin zu den neuen Trend-Snacks sagt.

Veröffentlicht: Donnerstag, 19.02.2026 08:49

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Süßer Trend mit gesundem Extra

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Bonn (dpa/tmn) - Ein Müsliriegel mit einem Extra an Ballaststoffen, Protein oder Koffein, Gummibärchen angereichert mit Magnesium, Calcium, Vitamin D oder Kollagen: Ob in Regalen der Super- oder Drogeriemärkte oder auch auf Süßwarenmessen - sogenannte «Funktional Sweets» (funktionelle Süßwaren) sind ein wachsender Markt. 

Dabei werden den Süßwaren gezielt Inhaltsstoffe zugesetzt, die über den reinen Genuss hinaus zusätzlichen Nutzen für die Gesundheit versprechen - und natürlich damit werben. Doch bringt der süße Genuss mit dem scheinbar zusätzlichen Schuss Gesundes wirklich etwas? 

Funktionelle Süßigkeiten sind immer noch Süßigkeiten 

Birgit Jähnig vom Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) antwortet darauf mit einem ernüchternden «Nein». Funktionelle Süßigkeiten liefern für die Ernährungswissenschaftlerin keinen echten gesundheitlichen Mehrwert: «Auch wenn sie zusätzlich Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe oder Proteine enthalten, haben sie oft eine unausgewogene Nährstoffbilanz und meist einen hohen Fett- oder Zuckergehalt.» Und manchmal sogar beides. 

Wer sich insgesamt gut ernährt, sei in der Regel ausreichend mit Nährstoffen versorgt und benötigt die Zusätze in Süßwaren nicht, so Jähnig. Für sie sind funktionelle Süßigkeiten immer noch Süßigkeiten und leisten keinen Beitrag für eine gesunde Ernährung.

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© dpa-infocom, dpa:260219-930-707118/1
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