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Die Toten Hosen
Die Toten Hosen haben eine große Tournee angekündigt - wird es die letzte? (Archivbild)
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Letztes Studioalbum: Tote Hosen bald in Punkrock-Rente?

Gerüchte gab es schon länger, jetzt ist es offiziell: Die Toten Hosen bringen im Mai ihr nach eigenen Angaben letztes Studioalbum heraus. Gehen Sie nun auch auf ihre letzte Tour?

Veröffentlicht: Montag, 02.03.2026 14:52

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«Trink aus, wir müssen gehen»

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Düsseldorf (dpa) - «Trink aus, wir müssen gehen» wird das letzte Studioalbum der «Toten Hosen» heißen. Das hat die Düsseldorfer Band am Montag angekündigt. Fans fürchten, dass Campino und Co. das mit «wir müssen gehen» wörtlich meinen - und nach dem Ende der aktuell geplanten Tournee 2027 Schluss machen.

Das «letzte reguläre Studioalbum», so die offizielle Sprachregelung, soll am 29. Mai erscheinen. Dazu wird es ein Bonusalbum mit 25 alten Songs geben - die von der Band mit befreundeten Musikern neu eingespielt wurden. 

45 Jahre nach der Gründung der Toten Hosen schließe sich damit ein Kreis, so die Band in einer Mitteilung: «Einer hat im Proberaum geschrien "Lasst uns ein letztes Album machen!" Keine Ahnung, wer das jetzt genau gewesen ist, jedenfalls war die Begeisterung groß. Wir haben dann gemeinsam beschlossen, nochmal aus allen Rohren zu schießen und rauszuhauen, was geht.»

Cover-Foto von Andreas Gursky

Der Kreis schließt sich auch beim Cover des neuen Albums. Das Foto dafür hat der weltberühmte Künstler Andreas Gursky gemacht, ein guter Freund der Düsseldorfer Band. Dafür setzte Gursky sein Werk «Rhein II», das zeitweise als teuerste Fotografie der Welt galt, neu in Szene: Nun ist scheinbar an der gleichen Stelle die Band an einem kaputten Opel Rekord zu sehen. So einer wurde schon auf dem Cover des Debüt-Albums «Opel Gang» 1983 gezeigt.

Sänger Campino und die anderen Gründungsmitglieder waren damals fast alle noch Schüler. Der Legende nach wurden sie bei ihrem ersten Konzert noch als «Die Toten Hasen» angekündigt, aber die Band aus dem alternativen Düsseldorfer Stadtteil Flingern wurde schnell berühmt. 1988 kam mit dem Song «Hier kommt Alex» der kommerzielle Durchbruch.

Schon lange gibt es Gerüchte um Abschied 

Ihrer Heimat Düsseldorf sind die «Hosen» treu geblieben. Campino und Co. hielten dem Fußballverein Fortuna Düsseldorf durch alle Ligen die Treue, den Rosenmontagszug schauen sie sich regelmäßig vom Balkon einer Altbier-Brauerei an - mit deren Wirt sie eng befreundet sind. 

Frontmann Campino - bürgerlich Andreas Frege - wird im Juni 64 Jahre alt. Bei Konzerten springt er noch immer über die Bühne und turnt in den Aufbauten, aber schon in einem Interview zu seinem 60. Geburtstag 2022 hatte er gesagt: «Es wird mit den Toten Hosen ja nicht ewig weitergehen - insofern ist das ein schöner Gedanke, dass wir das letzte Line-up sind.»

In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Gerüchte gegeben, dass Die Toten Hosen an ihrem Abschied arbeiten. Als sie im vergangenen September ihre kommende Tournee mit dem Titel «Trink aus! Wir müssen gehen» ankündigten, sorgten sich viele Fans bereits, dass könnte die letzte sein. Wirklich? Das haben Die Toten Hosen erst mal offen gelassen.

Beim Tournee-Abschluss in Düsseldorf ist Campino 65

Definitiv das letzte Mal wollen sie im Oktober in Argentinien spielen, wo die deutschen Punkrocker Kult-Status genießen. Ab Juni ist die große Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz geplant. Einen Auftritt soll es auch bei einem Festival in Großbritannien geben. Der Schlussakkord der Tour ist für 2027 - natürlich - in ihrer Heimatstadt Düsseldorf geplant. 

Fans bangen, es könnte das letzte Konzert der Band sein. Die «Rheinische Post» aus Düsseldorf ernannte den 10. Juli bereits zu «einem besonderen Termin». Campino wird dann 65 sein. Das richtige Alter für die Punkrock-Rente, oder gib die «Opel Gang» doch noch mal Gas?

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© dpa-infocom, dpa:260302-930-756301/3
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Die Toten Hosen kündigen neues Album an
© Henning Kaiser/dpa
Die Toten Hosen haben ihr letztes reguläres Studioalbum angekündigt. (Archivbild)
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Campino
© Jens Büttner/dpa
Engagement gegen Rechts: Tote-Hosen-Frontmann Campino trat beim Festival «Jamel rockt den Förster» auf. (Archivbild)
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