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Türkei-Flagge
Die Absage der Veranstaltungen wurde damit begründet, dass diese wegen ihrer Unvereinbarkeit mit den gesellschaftlichen Werten eine breite Ablehnung in verschiedenen Teilen der Bevölkerung auslösten. (Symbolbild)
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Türkische Behörden verbieten Metal-Konzerte in Istanbul

Metal-Fans in Istanbul sind enttäuscht: Zwei Konzerte werden abgesagt. Sie seien nicht mit den gesellschaftlichen Werten vereinbar, heißt es. Das Verbot geht aber noch weiter.

Veröffentlicht: Dienstag, 10.02.2026 15:24

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Musik

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Istanbul (dpa) - Die türkischen Behörden haben zwei Metal-Konzerte in Istanbul verboten sowie sämtliche Veranstaltungen am Austragungsort für zwei Tage untersagt. Die Auftritte der russischen Deathcore-Band Slaughter to Prevail und der polnischen Blackmetal-Band Behemoth im Kulturzentrum Zorlu seien gestrichen, teilte der Landrat des Bezirks Besiktas mit. 

Zur Begründung hieß es, die Veranstaltungen lösten wegen ihrer Unvereinbarkeit mit den gesellschaftlichen Werten eine breite Ablehnung in verschiedenen Teilen der Bevölkerung aus. 

Auf dieser Grundlage sei beschlossen worden, sämtliche Konzerte, Festivals sowie sonstige Gruppenveranstaltungen und Programme mit Eintritt im Zorlu, Zentrum für darstellende Künste, in Istanbul zu untersagen. 

Der Istanbuler Gouverneur Davut Gül schrieb auf der Plattform X: «Bis heute ist in Istanbul keinerlei Tätigkeit erlaubt worden, die die Gesellschaft verdirbt, und dies wird auch künftig nicht erlaubt werden.» Türkische Medien hatten die Gruppen zuvor als religionsfeindlich beschrieben. 

Sänger: «Sehr traurige Situation.»

Alex Terrible, Sänger der Band «Slaughter to Prevail», sagte auf der Plattform Instagram, dies sei eine «sehr traurige Situation». Er sei darüber informiert worden, dass das Konzert aufgrund von Druck aus islamistischen Kreisen abgesagt worden sei. Diese hätten die Ansicht verbreitet, dass die Band satanistische Propaganda verbreite. «Das ist völlig falsch. Ich glaube an Gott», sagte er. 

Im Istanbuler Zentrum Zorlu finden zahlreiche kulturelle Veranstaltungen statt, darunter Konzerte, Theaterstücke und Musicals. Eine Stellungnahme des Kulturzentrums lag zunächst nicht vor.

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© dpa-infocom, dpa:260210-930-668620/1
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